In den kommenden Monaten stehen auch die Neupflanzungen auf dem Arbeitsprogramm der Försterin und der Forstwirte. Aber auch die Jagd wird im November wieder verstärkt sichtbar. Denn dann startet auch im Stadtforst die Ansitzdrückjagd – eine Bewegungsjagd auf Schalenwild, die gerade mit Jagdpächtern vorbereitet wird.
Marleen Tischer kommt aus Berlin, wo sie aufgewachsen und zur Schule gegangen ist. Hier hat sie auch ihre Ausbildung zur Forstwirtin gemacht. In die Berufsrichtung Forst ist sie eher zufällig gekommen: „Als ich mein Abitur machte, wusste ich nicht, was ich danach machen möchte.“ Und so habe ihre Mutter ihr eines Tages einen Artikel über die Ausbildung zur Forstwirtin in Berlin hingelegt. „Dabei war auch eine Stellenausschreibung für eine Ausbildung. Und so habe ich mich heimlich beworben.“ Und Marleen Tischer bekam die Lehrstelle. Nun musste sie ihren Eltern beichten, dass sie das Abitur abbricht und die Lehre beginnt. Ihr Abitur hat sie dann später nachgeholt und von 2013 bis 2016 Forstwirtschaft an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde studiert.
Vor ihrem Amtsantritt in der Rolandstadt hat Marleen Tischer bei der Kreisverwaltung Ostprignitz- Ruppin in Neuruppin im Sachgebiet Natur und Straßen gearbeitet. Die Stadtförsterin weiß, dass sie eine der wenigen Frauen ist, die als Försterin tätig sind. „Der Beruf ist nach wie vor eine Männerdomäne.“ Aber hier spiele das keine Rolle. „Wir arbeiten im Perleberger Stadtforst sehr kollegial, auf Augenhöhe zusammen, pflegen dabei einen respektvollen Umgang“, wie sie berichtet.
Für ihren Neuanfang in Perleberg ist diese gute Zusammenarbeit wichtig, denn sie weiß, dass die Aufgaben, die hier anstehen, nur gemeinsam bewältigt werden können. WS